Geschichten-Impulse: Wie Seelsorge gelingen kann – heute und in veränderten Strukturen
Kirche nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen
Als Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart möchten wir nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen sein – nah an den Themen des Alltags, in besonderen Momenten bei wichtigen Lebensübergängen oder bei Fragen, die gesellschaftlich oder lokal-regional beschäftigen.
Ehrenamtliche und Hauptamtliche bringen sich an ganz unterschiedlichen kirchlichen und gesellschaftlichen Orten ein und erleben: Es ist gut, dass wir da sind. Es ist wichtig, dass wir Zeit haben, mitgestalten, unsere Stimme erheben, zuhören, unterstützen, Glauben entdecken und gemeinsam Gottesdienste feiern.
In unserer Kirche gelingt vieles sehr gut. Menschen aller Lebensalter fühlen sich willkommen und mit ihren Überzeugungen und ihrem Suchen ernst genommen. Sie bekommen Impulse, die sie stärken und zu ihrer Lebenssituation passen. Sie erleben Gemeinschaft, sie tanken bei Musik und kulturellen Veranstaltungen auf oder bilden sich weiter. Sie erfahren konkrete Unterstützung und Hilfe, die deutlich macht: Ich muss diesen Weg nicht allein gehen.
Die Veränderung gestalten
Damit unsere Kirche auch in Zukunft hilfreich ist, braucht es die Bereitschaft, Veränderungen aktiv zu gestalten. In neuen Strukturen bilden sich neue Organisationsformen. Aufgrund von veränderten Bedarfen stellt sich die Frage nach neuen Zugängen zum Glauben. Gesellschaftliche Herausforderungen fordern eine Weitung des Blicks in die Sozialräume. Manchmal braucht es auch mehr Mut, alte Traditionen aufzugeben und Neues auszuprobieren.
Geschichten als Impulse und Anregung
In verschiedenen Gruppen haben sich Haupt- und Ehrenamtliche getroffen und überlegt: Wo erfahren Menschen heute und in Zukunft Kirche? Wo werden sie bestärkt und ermutigt durch Begegnungen mit Personen, die sich in der Kirche engagieren? Und wie kann Seelsorge in den neuen Kirchengemeinden aussehen, wenn größere Entfernungen zurückgelegt werden müssen und personelle und finanzielle Ressourcen weniger werden?
Daraus ist eine bunte Mischung aus Geschichten entstanden. Manche Geschichten haben sich so oder so ähnlich in Wirklichkeit ereignet. Andere Geschichten sind Zukunftsgeschichten. Sie möchten anschaulich machen, wie sich Seelsorge in den neuen Kirchengemeinden ereignen könnte. Eine Erstkommuniongeschichte beispielsweise zeigt auf, wie Erstkommunionvorbereitung in der neuen Kirchengemeinde sein könnte. Oder wir stellen Ihnen Wolfgang vor, der sich im Kirchortausschuss engagiert. Allen Geschichten ist gemeinsam, dass sie die Vielfalt von Kirche abbilden und Mut machen wollen, Kirche zu gestalten – für die Menschen an den vielen unterschiedlichen Orten in unserer Diözese.
Warum Geschichten? Geschichten können Mut und Lust auf Zukunft machen. Sie schaffen Bilder, die berühren und für Austausch öffnen. Und sie regen an, eigene Geschichten des Gelingens zu erzählen. Wie könnte es bei uns vor Ort aussehen – anders als bisher, vielleicht mit Einschränkungen, aber trotzdem gut? Was brauchen die Menschen bei uns? Für wen können wir da sein, auch wenn wir dafür auf etwas anderes verzichten? Was haben wir, worauf wir aufbauen können? Mit wem zusammen können wir etwas in Angriff nehmen? Welche positive Begegnungsgeschichte möchte ich, möchten wir vor Ort erzählen?
Wir laden Sie daher ein, in dieser Geschichtensammlung zu stöbern, sich inspirieren zu lassen und darüber nachzudenken, wie die Strukturveränderungen eine zukünftige Seelsorge unterstützen und pastorale Gestaltungsspielräume eröffnen können.
Und wenn Sie etwas in diesen Geschichten nicht anspricht oder vielleicht Widerspruch hervorruft, dann kommen Sie doch darüber ins Gespräch und überlegen Sie, wie Ihre Lösung vor Ort aussehen könnte. Erzählen Sie sich Ihre Geschichten einer Kirche der Zukunft.
Download aller Geschichten als PDF (inkl. Methodische Anregungen zum Einsatz der Geschichten sowie Tipps zum Schreiben eigener Geschichten) |
