Hilfreiche Schritte zum Schreiben eigener Geschichten

1. Entscheiden Sie sich für eine Person, die eine positive Erfahrung mit Kirche und Seelsorge an Ihrem Ort macht (Geschlecht, Alter, Nähe bzw. Distanz zur Kirche, Lebensstil / Lebensstandard, Mobilität, Freizeitgestaltung, Werte und Überzeugungen, Alltag, Beruf, Ehrenamt, Lebensfragen, Bedürfnisse…). 

Diese Person hat entweder eine Erwartung an Kirche. Sie hat ein bestimmtes Anliegen. Sie möchte z.B. kirchliche Angebote nutzen, mit Kirche bei einem Projekt kooperieren, sich ehrenamtlich engagieren usw. Oder Sie stolpert eher zufällig über Kirche – im Krankenhaus, bei der Nachbarschaftshilfe, bei einem kirchlichen Verband, im Chor, im Urlaub…

2. Überlegen Sie, welche Bedürfnisse Ihre Person hat und wie diese eine segensreiche und sie stärkende Erfahrung mit Kirche macht.

  • Was erlebt sie? 
  • Wem oder was begegnet ihr? 
  • Was passiert bei der Begegnung zwischen Ihrer Person mit einer Akteurin oder einem Akteur der Kirche? 
  • Was fällt Ihrer Person auf? 
  • Was fühlt sie? 
  • Was ist zentral dafür, dass sie am Ende sagen kann: Das war gut und hilfreich?

3. Notieren Sie sich Stichworte oder schreiben Sie einen kurzen Text. Wichtig dabei ist: Haben Sie Spaß und haben Sie keine Angst vor „dummen“ Gedanken. Lassen Sie Ihre Gedanken sprudeln und schränken Sie sich nicht selbst durch eigenes Hinterfragen ein („Blamiere ich mich, wenn ich das schreibe..?“). Vertrauen Sie Ihrer Geschichte und lassen Sie sich überraschen, wo Sie Ihre Persona-Geschichte hinführt!

Tipps für das Schreiben von Geschichten in Kleingruppen

  1. Sammeln Sie am Anfang alle Ideen – bewerten Sie nicht sich oder andere. Viel hilft viel.
     
  2. Denken Sie die Ideen anderer weiter. Verzichten Sie auf Antworten wie „ja aber“, sondern versuchen Sie es mit „ja und“. Das heißt: Greifen Sie Impulse anderer auf. Seien Sie neugierig auf das, was die anderen in Ihrer Gruppe denken. 
     
  3. Notieren Sie Ihre Ideen mit Bildern, Stichworten, Symbolen etc. auf einem Flipchart, auf Post-Its, auf bunten Karten… 
     
  4. Versuchen Sie, sich nicht in Kleinigkeiten zu verhaken. Entscheiden Sie sich rasch für eine Person und ein Thema. 
     
  5. Es geht nicht um richtig oder falsch. Probieren Sie einfach aus, wohin sich Ihre Geschichte entwickelt. Sie können sie in einem zweiten oder dritten Schritt vielfältig mit Varianten weitererzählen.