Methodische Anregungen zum Einsatz der Geschichten
Geschichten als Impuls, z.B. zu Beginn einer Veranstaltung
Eine oder auch zwei oder drei Geschichten werden vorgelesen. Eine Auswahl wird auf Grundlage der Situation vor Ort getroffen.
Kurze Stille zwischen den Geschichten und auch am Ende
Wenn mehr Zeit ist, kann eine Anhör-Runde folgen (ohne Diskussion und Gespräch). Jede Person hat die Möglichkeit, kurz zu sagen, was sie jetzt bewegt.
Als Abschluss bietet sich ein kurzes freies Gebet der Leitung an.
Geschichten als Türöffner, um über Themen ins Gespräch zu kommen
Eine oder auch zwei oder drei Geschichten werden vorgelesen. Eine Auswahl wird auf Grundlage der Situation vor Ort getroffen.
Kurze Stille zwischen den Geschichten und auch am Ende
Anhör- und Austauschrunde:
a. Raum geben für Empfindungen:
- Was hat mich angesprochen und warum?
- Inwieweit regen mich die Geschichten an? Inwieweit regen sie mich auf?
b. Den eigenen pastoralen Ort in den Blick nehmen:
- Was ermutigt uns für unsere Arbeit vor Ort?
- Was ist uns deutlich geworden in Bezug auf die anstehende Umstrukturierung?
c. Die Weiterarbeit in den Blick nehmen:
- Was möchten wir festhalten bzw. weiterverfolgen?
Die Leitung achtet darauf, dass alle Impulse und Reaktionen Platz haben und alle zu Wort kommen. Sie fasst wichtige Ergebnisse zusammen und sorgt dafür, dass diese schriftlich festgehalten werden.
Geschichten als Ermutigung, eigene Geschichten zu erzählen
Eine oder auch zwei Geschichten werden als Beispiele vorgelesen. Eine Auswahl wird auf Grundlage der Situation vor Ort getroffen.
Kurze Stille zwischen den Geschichten und auch am Ende
Entstehung eigener Geschichten:
a. Einführung:
Die Leitung führt ein, was unter Persona-Geschichten verstanden wird und was beim Schreiben der Geschichten hilfreich ist.
Eine kurze Darstellung, nutzbar auch als Kopiervorlage, finden Sie hier: Hilfreiche Schritte zum Schreiben eigener Geschichten
b. Geschichten werden von Einzelpersonen oder in Kleingruppen geschrieben
c. Vorstellung der entstandenen Geschichte im Plenum oder in Kleingruppen
Die Leitung achtet auf eine Atmosphäre der Wertschätzung. Der Vortrag der eigenen Geschichte kostet Mut und muss immer freiwillig bleiben.
Nach jeder Geschichte wird eine kurze Stille gehalten, so dass die Geschichte nachwirken kann.
Kurze Rückmeldung nach dem Hören jeder Geschichte:
- Das hat mir gefallen…
- Diese neue Idee fand ich klasse…
- An diesem spannenden Gedanken würde ich gerne weiterdenken…
d. Reflexion der gehörten Geschichte
Die entstandenen Geschichten können auch einfach für sich stehen und müssen nicht reflektiert werden. Wenn genügend Zeit zur Verfügung steht und eine intensivere Auseinandersetzung angestrebt wird, können diese Fragen weiterführen:
Wir haben von guten Begegnungen verschiedener Personen mit Kirche gehört:
- Was ist uns wichtig geworden mit Blick auf die anstehenden Veränderungen?
- Wo sehen wir uns schon auf dem richtigen Weg?
- Wo sehen wir Veränderungspotenzial? Wo sollten wir noch einmal genauer hinschauen?
- Auf welche Personen(-gruppen) möchten wir real zugehen, um über deren Wünsche an Kirche oder Erfahrungen mit Kirche ins Gespräch zu kommen?
- Das müssen wir nicht jetzt bearbeiten, aber sollten wir auf keinen Fall vergessen…
Die Leitung achtet darauf, dass alle Impulse und Reaktionen Platz haben und alle zu Wort kommen. Sie fasst wichtige Ergebnisse zusammen und sorgt dafür, dass diese schriftlich festgehalten werden.
