Informationen zum Programm „Seelsorge in neuen Strukturen"

Rahmenbedingungen

Das Programm „Seelsorge in neuen Strukturen“ reagiert auf die aktuellen Herausforderungen:

  • Mitgliederrückgang: Aufgrund der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung, aber auch Austritten aus der katholischen Kirche und abnehmenden Taufzahlen geht die Mitgliederzahl in unserer Diözese signifikant zurück.
  • Sinkende Finanzmittel: Bedingt durch Inflation, Personal- und Baukostenentwicklung sinkt die Kirchensteuerkraft. Das bedeutet, dass mit den vorhandenen Finanzmitteln deutlich weniger finanziell zu leisten ist. 
  • Rückgang des pastoralen Personals in allen Berufsgruppen: In den kommenden Jahren werden deutlich mehr Mitarbeitende in den Ruhestand treten, als neue hinzukommen.
  • Veränderte pastorale Anforderungen: Die Anforderungen an die Katholische Kirche haben sich verändert. Die sozialen Leistungen der Kirche sind für die Mehrzahl der Menschen in Deutschland wichtiger als die religiösen. Insbesondere in Hoch- und Krisenzeiten wünschen sich viele Menschen eine Begleitung durch die Kirche.

Ziele

Ziel des Programms ist es:

  • den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu werden
  • nahe bei den Menschen und ihren Lebenswirklichkeiten sein; das bedeutet, dass es neben der Kirchengemeinde auch weitere wichtige kirchliche Orte gibt, beispielsweise geistliche Zentren, Wallfahrtsorte, Orte der Caritas oder die Klinikseelsorge
  • die begrenzten Personalressourcen für Pastoral, Leitung und Verwaltung bedarfsgerecht einzusetzen
  • die begrenzten finanziellen Ressourcen wirkungsvoll zu verwenden 
  • schlanke und effiziente Verwaltungsstrukturen zu schaffen. Denn die aktuelle Verwaltungsstruktur und die Verwaltung von derzeit 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart binden auch die Ressourcen vieler pastoralen Mitarbeitenden. Indem die Anzahl der aktuell 1.020 Kirchengemeinden deutlich reduziert wird und sich Kirchengemeinden zusammenschließen, sollen auch die Verwaltungsaufgaben reduziert werden. 
  • die Handlungsfelder der zukünftigen Seelsorge festzulegen.