Seelsorge ...
„In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche. Durch die Seelsorge möchte die Kirche Menschen in unterschiedlichen Situationen nahe sein; sie steht solidarisch an ihrer Seite. Sie will ihnen durch glaubende und hoffende Mitmenschen dabei helfen, ihr Leben zu deuten, zu gestalten und in Würde zu leben"(Worte der deutschen Bischöfe zur Seelsorge, 2022) |
Um das Ziel zu erreichen, den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu ewrden und Kirche an vielen Orten nahe bei den Menschen und ihren Lebenswirklichkeiten zu sein, bedarf es einer Verständigung über die Seelsorge der Zukunft und der Beschreibng von Handlungsfeldern der zukünftigen Seelsorge.
Seelsorge ist:
- Glauben entdecken und ermöglichen: Seelsorge dient dem Glauben der Menschen. Dazu braucht es das Gespräch und andere Audrucksformen. Menschen sollen von ihrem Glauben erzählen und ihn ausdrücken. In gemeinsamen Feiern drückt sich der Glaube aus und wird gestärkt.
- Dienst an den Menschen: Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung zeigt, dass der Dienst der Kirche von Einzelnen und der Gesellschaft besonders in kritischen Lebenssituationen gebraucht wird.
- nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen: Dafür braucht es eine Kirche, die die eigenen Räume verlässt und zu den Orten der Menschen geht - Kirche als Gastgeberin, aber auch zu Gast bei anderen.
- gemeinwohlorientiert: Seelsorge dient nicht nur dem Einzelnen, sondern auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie stärkt die Gemeinschaft an vielen Orten.
Seelsorge braucht:
- Haltung: Haltungen, in denen wir handeln, machen einen Unterschied. Dazu gehört Zuversicht und Vertrauen, aber auch der Mut zum Scheitern.
- Bewährtes und Neues: Um Neues zu beginnen, muss manches zuvor beendet werden. Aber es braucht beides, Bewährtes und Neues, in einem guten Zueinander: Und es braucht auf allen Ebenen die Bereitschaft, fortdauernd zu prüfen, was stimmig ist und was vielleicht an ein Ende gekommen ist.
- Ehrenamt und Hauptamt: Ehrenamtliche und Hauptamtliche brauchen einander in ihrer Unterschiedlichkeit und ergänzen einander. Auch zukünftig benötigt es Respekt und ein gemeinsames Aushandeln, was in Zukunft zu tun ist, wer was tut und was nicht mehr getan wird.
- viele verschiedene Orte: verschiedene Orte ermöglichen auch unterschiedliche Formen der Zugehörigkeit zur Kirche - für eine bestimmte Zeit oder ganz punktuell
